Deutsche Bank

Unternehmerische Verantwortung
Bericht 2016

Menschen und Gemeinschaften stärken

Mehr als 800 Millionen Menschen – über 11 % der Weltbevölkerung – leben in extremer Armut. Jedes fünfte Kind in Deutschland gilt als armutsgefährdet. Gemeinsam mit unseren gemeinnützigen Partnern unterstützen wir Bedürftige in Entwicklungs- und Schwellenländern, tragen zur wirtschaftlichen und sozialen Stabilisierung benachteiligter Gemeinden bei und fördern Initiativen, die bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen schaffen. Durch unsere Investitionen und Spenden sowie das ehrenamtliche Engagement unserer Mitarbeiter unterstützen wir zudem Menschen in Notsituationen – wie Armut, Migration, Arbeits- und Obdachlosigkeit – und leisten auf diese Weise einen relevanten Beitrag zur Erfüllung der SDGs.

Häufig treffen Katastrophen genau jene am härtesten, die ohnehin schon unter schwierigsten Bedingungen leben. Die Deutsche Bank und ihre Stiftungen haben eine lange Tradition, unbürokratisch Hilfe zu leisten und Wiederaufbaumaßnahmen effizient zu unterstützen. Zuletzt haben wir uns an Soforthilfeprogrammen in Japan und Sri Lanka beteiligt.

Der Flüchtlingsstrom nach Europa, insbesondere nach Deutschland, hat neue Herausforderungen in puncto Integration mit sich gebracht. Anfang des Jahres 2016 hat sich die Bank deshalb freiwillig verpflichtet, bis 2018 insgesamt 1.000 Mitarbeiter dafür zu gewinnen, Flüchtlingen als Integrationspaten zur Seite zu stehen. Das Engagement ist unser Beitrag zur Initiative Wir zusammen, die als Gemeinschaftsprojekt zahlreicher Unternehmen in Deutschland gestartet wurde. Auch einige Made for Good- und Born to Be-Programme richten sich inzwischen ganz gezielt an Flüchtlinge. Und mit dem neuen Wirkungsfonds fördern wir soziale Start-ups, die besonders effektive Integrationsarbeit leisten. Außer diesen Initiativen in Deutschland unterstützen die Deutsche Bank und ihre Stiftungen auch Flüchtlingsprojekte in anderen Teilen der Welt.

Darüber hinaus setzen wir auch auf langfristige Kooperationen mit Kultureinrichtungen und Universitäten, um ein vielfältiges Kulturangebot zu ermöglichen und Forschung und Lehre zu fördern.

Regionale Highlights

  • Deutschland: Insgesamt haben sich rund 2.000 Mitarbeiter der Bank über 3.200 Tage in Flüchtlingshilfeprojekten engagiert. Neben Soforthilfemaßnahmen (Bereitstellung von Unterkünften, Sammelaktionen) halfen sie den Neuankömmlingen beim Erlernen der Sprache oder bei der Integration in Gesellschaft und Arbeitsmarkt. Weitere 370 Kollegen haben sich als Integrationspaten zur Verfügung gestellt
  • Großbritannien/Deutschland: In Kooperation mit StreetSmart und HilfMahl! unterstützen wir Angebote für obdachlose Menschen
  • Großbritannien: In den vergangenen elf Jahren wurden über den Deutsche Bank Small Grants Fund über 630.000 £ investiert, um die Lebensqualität von mehr als 20.000 Menschen in sozialen Brennpunkten in London und Birmingham zu verbessern
  • USA: Seit 1990 hat die Deutsche Bank fast 3 Mrd. US$ in lokale Infrastrukturprojekte investiert und damit zur Schaffung und Sanierung von bezahlbarem Wohnraum, zur Finanzierung von Kleinunternehmen sowie zum Aufbau von Gesundheits- und Bildungseinrichtungen in benachteiligten Stadtgebieten beigetragen. Dieses Engagement hat die Federal Reserve Bank durchweg mit dem Prädikat „outstanding“ gewürdigt. Über die Working Capital und DB SHARE Programme und in Partnerschaft mit Gleichgesinnten wie dem Change Capital Fund stellen wir Mittel und technische Hilfe für Initiativen zur Verfügung, die zur Revitalisierung sozialer Brennpunkte in den USA beitragen
  • China: Wir unterstützen Orbis International, um Prävention und Behandlung von Sehbehinderungen und Augenkrankheiten vor Ort zu ermöglichen

Unser Beitrag zur gesellschaftspolitischen Agenda

In den Metropolen verdichten sich die großen Themen der Zeit: Klimawandel, Ressourcenknappheit, Entwicklung der Infrastruktur, soziale Gerechtigkeit und Bildung.

Die gemeinnützige Alfred Herrhausen Gesellschaft fördert den Austausch von Ideen und die Auseinandersetzung mit wichtigen Fragen der Zeit. Sie regt Forschung an, mischt sich in aktuelle Debatten ein und veranstaltet weltweit Diskussionsforen mit Partnern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Eines ihrer Arbeitsfelder widmet sich dem Thema Urbanisierung.

Bereits seit 2005 analysiert das Forschungsprogramm Urban Age – eine Initiative der Alfred Herrhausen Gesellschaft und der London School of Economics and Political Science – die Herausforderungen moderner Megastädte und bringt Bürgermeister, Architekten, Stadtplaner, Wissenschaftler und NGOs zusammen. 2016 entstand aus einigen Forschungsergebnissen die Ausstellung Report from cities: conflicts of an urban age, die als Sonderprojekt auf der Architekturbiennale Venedig gezeigt wurde.

Leistungskennzahlen 2016

Unsere Ziele

  • Projektangebote in den Regionen ausbauen, insbesondere um die Integration von Flüchtlingen/Einwanderern oder die Teilhabe benachteiligter Menschen zu stärken
  • Gemeinsam mit lokalen Organisationen oder durch öffentlich-private Partnerschaften die soziale Infrastruktur vor Ort weiterentwickeln
  • Ermöglichung nachhaltiger Auseinandersetzung mit globalen, gesellschaftlichen Trends durch Vernetzung von Bürgern und Entscheidern aus unterschiedlichen Sektoren
  • Förderung innovativer Konzepte zur Verbesserung der Lebensbedingungen in Ballungsräumen
Weitere Informationen