Deutsche Bank

Unternehmerische Verantwortung
Bericht 2016

ESG in Immobilien- und Infrastrukturanlagen

Im Immobilienportfoliomanagement ist ESG auch weiterhin ein integraler Teil für Investmentstrategien. Unser Ziel ist es, risikobereinigte Erträge zu schützen und zu steigern, ökologische Risiken zu senken, die Effizienz von Vermögenswerten zu verbessern und Mietern erstklassige Flächen zur Verfügung zu stellen.

Dementsprechend haben wir eine Governance-Struktur und -Richtlinien entwickelt, die vorgeben, wie ESG-Themen in Immobilienanlagen berücksichtigt werden sollen. In unseren sogenannten Strategy Councils für Direktinvestitionen in Immobilien in den USA und Europa sind Führungskräfte aus dem Immobiliengeschäft vertreten, die durch eigene ESG-Teams unterstützt werden. Sie haben gemeinsam zehn ESG-Ziele erarbeitet, die an den sechs Werten der Deutschen Bank ausgerichtet sind.

Im globalen Nachhaltigkeitsplan der Councils werden zahlreiche Initiativen aufgeführt, einschließlich

  • der Zentralisierung und Erweiterung der Sammlung von und Berichterstattung zu Nachhaltigkeitsdaten, um unseren Energieverbrauch und Ausstoß von Treibhausgasen weltweit zu überwachen,
  • der Einführung von Nachhaltigkeitsstandards für das Immobilienmanagement in den USA, Großbritannien und Frankreich (zurzeit starten wir mit der Einführung in allen restlichen Ländern Europas) sowie
  • eines systematischen Ansatzes, um den Energieverbrauch in den USA zu senken.

Wir achten auf den Energieverbrauch, auf den CO2-Fußabdruck (Carbon footprint) und auf die ESG-Ausrichtung unserer Vermögenswerte. Zum Beispiel haben wir

  • die verwalteten Vermögenswerte mit nachhaltigen Zertifikaten weltweit auf 9,25 Mrd. € gesteigert;
  • das Ziel erreicht, in unserem gesamten Portfolio von Bürogebäuden in den USA den Energieverbrauch um 3 % zu senken4, und
  • 2,3 Mio. US$ in Energieeffizienzprojekte in den USA investiert und im Jahresverlauf eine Rendite von 23 % erzielt (Bewertungsperiode: Q3 2015 bis Q3 2016).

Zu unseren Immobilienfonds gehören Immobilien, die von Organisationen wie LEED (Leadership in Energy and Environmental Design), BREEAM (Building Research Establishment Environmental Assessment Method), ENERGY STAR oder ähnlichen Zertifizierungsorganisationen als umweltfreundlich eingestuft wurden.

2016 haben wir den Prozess und die Methodik für die Klassifikation unserer als umweltfreundlich zertifizierten Vermögenswerte geändert. Dies hatte zur Folge, dass mehr zertifizierte Vermögenswerte berücksichtigt wurden als in den Vorjahren. So wurden zum Beispiel auch Vermögenswerte mit ENERGY STAR-Zertifizierungen in den USA einbezogen.

Zudem haben wir fünf unserer größten Immobilienfonds im Hinblick auf die Integration von ESG-Kriterien durch die Nachhaltigkeitsinitiative Global Real Estate Sustainability Benchmark (GRESB) unabhängig prüfen lassen. Alle fünf Fonds (mit einem verwalteten Vermögen von 18 Mrd. US$) erhielten das höchste Rating, den Green Star.

Infrastrukturanlagen

Die Deutsche AM führt in ihrem Infrastrukturgeschäft vor jedem Kauf eine ESG-Prüfung durch. Nach dem Kauf überwachen wir die ESG-Attribute der gekauften Objekte während der Halteperiode sehr genau – mindestens alle drei Monate.

Wir informieren die Investoren unseres Pan-European Infrastructure Fund (PEIF) jährlich über die ESG-Fortschritte der Vermögenswerte. Dasselbe werden wir auch für den Nachfolger Pan-European Infrastructure Fund II machen.

4 Aufgrund des Zeitplans für die Bereitstellung von Jahresenddaten liegt die Bewertungsperiode zwischen dem 1. Januar 2015 und dem 31. Dezember 2015.