Deutsche Bank

Unternehmerische Verantwortung
Bericht 2016

Green Climate Fund

Die Deutsche Bank ist weltweit die erste Geschäftsbank, die der Green Climate Fund der Vereinten Nationen (GCF) akkreditiert hat. Der Fonds wurde durch die Konferenz der Vertragsparteien des UN-Klimaabkommens als zentrales globales Anlageinstrument aufgelegt, um den Klimawandel und seine Auswirkungen zu bekämpfen. Insgesamt wurden bis November 2016 Mittel in Höhe von insgesamt 10,3 Mrd. US$ für den GCF zugesagt. Im Oktober 2016 genehmigte der Fonds eine Erstanlage von 78,4 Mio. US$ (74,4 Mio. €) in einen neuen Fonds der Deutschen AM, den Universal Green Energy Access Program. Dieser Fonds soll Menschen in Afrika den Zugang zu erneuerbaren Energien ermöglichen. Mit dieser Ankerinvestition können wir insgesamt 300 Mio. US$ aufbringen und zum SDG 7 (Nachhaltige Energien für alle) beitragen. Der Fonds wird mit lokalen Finanzinstituten in einer innovativen Struktur zusammenarbeiten. Damit sollen lokale Banken denjenigen Unternehmen, die saubere Energielösungen bereitstellen, mittel- und langfristige Kredite in der lokalen Währung oder in US-Dollar gewähren. Der Vorschlag wurde durch die Regierungen von Benin, Kenia, Namibia, Nigeria und Tansania unterstützt. Der Fonds soll in weitere afrikanische Länder expandieren und ein Volumen von insgesamt 500 Mio. US$ erzielen. 

Ansatz für Nachhaltigkeitsfonds

Wir steuern unsere Nachhaltigkeits- und Wirkungsfonds gemäß bewährten Verfahren, die sich in der Praxis durchgesetzt haben, einschließlich der Integration von sozialen und ökologischen Richtlinien sowie von Leistungsindikatoren in den Anlageprozess. Zudem orientieren wir uns an den International Finance Corporation Performance Standards und dem Statement on Environmental and Social Principles and Standards der Europäischen Investitionsbank (EIB). In Bezug auf unseren European Energy Efficiency Fund halten wir internationale Standards zur Bewertung des Energieverbrauchs und Ausstoßes von Treibgasen ein, einschließlich des Internationalen Protokolls für Leistungsmessung und -überprüfung sowie ISO 14064-2.

Zudem arbeiten wir mit Partnerunternehmen oder in Projektpartnerschaften zusammen, um diese Standards weiter zu entwickeln und anzuwenden. Als weitere Maßnahme für bestimmte Fonds kooperieren wir zudem mit der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP), dem Common Fund for Commodities (CFC) und verschiedenen Forschungseinrichtungen.

Unser European Energy Efficiency Fund verfolgt zudem im gesamten Portfolio das Ziel, dass weniger Treibhausgase ausgestoßen werden und weniger Primärenergie verbraucht wird. Unser bankeigenes, webbasiertes Überwachungs-, Verifizierungs- und Berichterstattungssystem greenstem™ errechnet, was insgesamt gespart wird. Das System erfüllt bei der Berechnung des Energieverbrauchs und des Ausstoßes von Treibhausgasen internationale Standards. Zu diesen Standards gehören das Internationale Protokoll für Leistungsmessung und -überprüfung (Energie) und ISO 14064-2: „Spezifikation mit Anleitung zur quantitativen Bestimmung, Überwachung und Berichterstattung von Reduktionen der Treibhausgasemissionen oder Steigerungen des Entzugs von Treibhausgasen auf Projektebene“ (Treibhausgase).

Im Bereich Mikrofinanz fördern wir die Initiative Smart Campaign. Sie gewährleistet, dass Verbraucherschutzprinzipien für Mikrofinanzkunden eingehalten werden. Smart Campaign wird von tausenden Investoren, Fachleuten, Netzwerken, Verbänden und Einzelpersonen unterstützt. Wir haben darüber hinaus Maßnahmen wie den Microfinance Index of Market Outreach and Saturation (MIMOSA) unterstützt, deren Ziel es ist, ein Standardrahmenwerk zu entwickeln, dass die Kreditsättigung bewertet. Diese Informationen sollen helfen, dass sich Mikrokreditkunden nicht überschulden. Zudem haben wir das Projekt Voice of the Client gefördert. Ziel dieser Initiative ist es, mobile Technologie zu nutzen, um den Grad der Zufriedenheit von Mikrokreditkunden zu analysieren und potenziellen Missbrauch von Kundendaten zu ermitteln.

Des Weiteren unterstützen wir die Social Performance Task Force (SPTF), eine gemeinnützige Organisation, die klare Standards für die Steuerung und Bewertung der sozialen Leistungsfähigkeit im Bereich Mikrofinanzierung festlegt. Außerdem haben wir branchenübliche Methoden und Analysen durch ein technisches Assistenzsystem vorangebracht, das von der Swedish International Cooperation Development Agency finanziert wird. Im März 2016 waren wir Gastgeber des zweimal im Jahr stattfindenden Seminars der SPTF, eine auf soziale Anlagethemen spezialisierte Arbeitsgruppe. An der zweitägigen Veranstaltung nahmen nahezu 70 Investoren teil, um Initiativen und Belange der Branche zu erörtern.