Deutsche Bank

Unternehmerische Verantwortung
Bericht 2016

Kundenorientierung

  • Geschäftsbereich für Privat- und Firmenkunden neu aufgestellt
  • Kundenzufriedenheit trotz Herausforderungen gestiegen
  • Qualitätssicherung des Produktangebots weiter ausgebaut

Das Jahr 2016 war für das Wealth Management und Private & Business Clients ein Jahr des Umbruchs. Mit Beginn des Jahres wurden die beiden Bereiche zum neuen Konzernbereich Private, Wealth & Commercial Clients (PW&CC) zusammengelegt, um eine einheitliche Kundenabdeckung zu gewährleisten.

Mit dieser Neuordnung war ein umfassender Veränderungsprozess verbunden. Unser Ziel ist es, das gesamte Leistungsspektrum der Bank aus einer Hand zu liefern – von den Leistungen für Privat- und Geschäftskunden über das Private Banking bis zum Wealth Management und zur Betreuung des Mittelstands.

Im Zuge einer effizienten und schlanken Führung ist PW&CC in Deutschland seit Anfang 2016 in sieben Regionen organisiert (zuvor 16). Sowohl in Aufstellung und Führung als auch in den Prozessen wurde Komplexität reduziert und die Verantwortung vor Ort gestärkt. Parallel wurden die Voraussetzungen für eine veränderte Präsenz in der Fläche geschaffen: Als Reaktion auf verändertes Verhalten der Kunden, die tägliche Bankdienstleistungen mehr und mehr digital und außerhalb der gängigen Öffnungszeiten in Anspruch nehmen, wird die Anzahl der deutschen Filialen durch Zusammenlegung und Schließung bis Ende 2017 von 723 auf 535 reduziert. Der Geschäftsbereich Private & Commercial Clients (PCC) International schloss 2016 außerhalb Deutschlands insgesamt 70 Filialen.

Gleichzeitig werden in Deutschland regionale Beratungscenter etabliert, die eine Erreichbarkeit über die üblichen Öffnungszeiten hinaus gewährleisten. Zudem investierte PW&CC in den Ausbau des digitalen Angebots, um den Ansprüchen und Erwartungen der Kunden gerecht zu werden. Für diese digitale Transformation werden bis 2020 fast 750 Mio. € in modernes Banking, in die Verbesserung der internen Prozesse und in digitale Kompetenzen der Mitarbeiter investiert.

Im Zuge der Neuaufstellung wurde auch die Anzahl der Stellen im Bereich PCC Deutschland um etwa 3.000 reduziert. Dazu wurde mit den Arbeitnehmervertretern einvernehmlich ein Interessenausgleich geschlossen. Die darin vereinbarten Stellenbesetzungsverfahren wurden im November 2016 abgeschlossen. Die Sozialverträglichkeit des Stellenabbaus wird mithilfe vieler Personalinstrumente gewährleistet, bei denen die Beschäftigungssicherung der vom Stellenabbau betroffenen Mitarbeiter durch Vermittlung auf adäquate Arbeitsplätze im Konzern das vorrangige Ziel ist. Zu diesen Personalinstrumenten zählen unter anderem die Unterstützung durch das bankeigene „FitnessCenter Job“, Weiterqualifizierungen, mögliche Wechsel zu internen zeitbegrenzten Arbeitsplätzen (bankeigene, so genannte Bankforce), aber auch Regelungen zu Altersteilzeit, Vorruhestand und Abfindung52plus.

Unverändert blieb im Jahr 2016 unsere Überzeugung, dass zufriedene und loyale Kunden für einen langfristigen Erfolg von zentraler Bedeutung sind.