Deutsche Bank

Unternehmerische Verantwortung
Bericht 2016

Kampf gegen Finanzkriminalität

  • Neue Schulungen zum Thema Finanzkriminalität eingeführt
  • Anforderungen an Know Your Customer Regelungen überprüft und angepasst
  • Abteilung für den Kampf gegen Finanzkriminalität 2016 um fast 30 % aufgestockt

Wie wir ein Geschäft betreiben, ist für uns ebenso wichtig wie unser wirtschaftlicher Erfolg. Für uns ist es essentiell mit wirksamen Richtlinien und internen Vorgaben den Kampf gegen die Finanzkriminalität zu führen. Interne Vorgaben auf internationalem Standard zur Bekämpfung der Finanzkriminalität sind eine wichtige Voraussetzung , um die Stabilität der Banken und die Integrität des internationalen Finanzsystems zu gewährleisten. Sie schützen uns auch davor, dass die Produkte und Dienstleistungen der Bank für kriminelle Zwecke missbraucht werden.

Anti-Financial Crime (AFC) umfasst den Schutz der Bank vor finanziellem Verlust und Reputationsschäden, die durch Finanzkriminalität entstehen können. Wir bewerten, kontrollieren und minimieren AFC-Risiken, die wir in einem umfassenden Risikomanagement-Rahmenwerk zusammenfassen. Es deckt die Themen Geldwäsche (Anti-Money Laundering, AML), Sanktionen und Embargos sowie Betrug und den Kampf gegen Bestechung und Korruption ab.

Die britische Financial Conduct Authority und die US-Regulierungsbehörden wiesen die Bank auf fehlende Dokumentation zu ihrer Risikobereitschaft (sog. Risk appetite) hin. Aus diesem Grund erstellten wir eine Stellungnahme zum Risikoappetit der Bank, mit welchem die Unternehmensziele zukünftig verfolgt werden sollen. Die Stellungnahme bildet konzernweit die Grundlage für unsere Risikokultur und wurde in der gesamten Bank kommuniziert.

Wir haben unsere Abteilung für den Kampf gegen Finanzkriminalität in Form einer Matrix aufgebaut. Sie umfasst globale Teams, die Maßnahmen gegen Geldwäsche, zur Einhaltung von Sanktionen und Embargos sowie zur Verhinderung von Betrug und zur Bekämpfung von Bestechung und Korruption entwickeln und kontrollieren. Regionale Teams kümmern sich um die Umsetzung der Maßnahmen vor Ort.

Organisation von AFC

Im Jahr 2015 haben wir ein globales Komitee für den Kampf gegen Finanzkriminalität gebildet (Financial Crime Governance Committee), das das Risiko von Finanzkriminalität konzernweit über alle Funktionen und Regionen hinweg überwacht. Es wird vom jeweiligen regionalen Komitee unterstützt und tagt vierteljährlich unter dem Vorsitz des globalen Leiters von AFC.

Mitarbeiterschulung und Engagement

Jeder Mitarbeiter trägt Verantwortung beim Kampf gegen Finanzkriminalität. Wir haben strenge Richtlinien, Verfahren und Systeme eingeführt, um unsere Mitarbeiter regelmäßig zu schulen und einzubeziehen. Die Umsetzung, Bewertung und Aktualisierung unseres AFC-Regelwerks steht dabei im Fokus der täglichen Arbeit. Dies betrifft auch lokalspezifische Besonderheiten, welche je nach Land individuell lokal umgesetzt werden können.

Wir entwickeln Schulungsprogramme, die unseren Mitarbeitern näherbringen sollen, worum es beim Kampf gegen Finanzkriminalität geht. Sie befassen sich auch mit Themen wie Compliance und Regulierung, da diese eng mit den Maßnahmen gegen Finanzkriminalität verknüpft sind und organisatorisch ebenfalls dem Chief Regulatory Office der Deutschen Bank zugeordnet sind. Im Berichtsjahr haben wir zehn Kurse angeboten, vier davon haben wir im Jahr 2016 neu eingeführt:

  • eine Einführungswoche für neue Mitarbeiter in AFC und Compliance
  • Schulungen für Hochschulabsolventen (2016: 800 Teilnehmer) und Praktikanten (2016: 1.200 Teilnehmer),
  • einen neuen Einführungsprozess für Amerika, Großbritannien, den asiatisch-pazifischen Raum, Europa und den Nahen Osten und
  • Präsenztrainings zu Grundlagen von AFC.

Wir überprüfen die Aktualität unserer AFC-Schulungen jährlich.