Deutsche Bank

Unternehmerische Verantwortung
Bericht 2016

Unser Reputationsrisiko-Rahmenwerk

  • Reputationsrisiko-Rahmenwerk gestärkt
  • Ersteinschätzung von Reputationsrisiken durch Mitarbeiter vor Ort
  • Regionale Komitees zur Prüfung wesentlicher Reputationsrisiken etabliert

Unser Ansehen beruht auf dem Vertrauen unserer Kunden, Aktionäre, Mitarbeiter, Regulatoren und der Öffentlichkeit im Allgemeinen. Einzelne Ereignisse haben dieses Vertrauen erschüttert und den Ruf der Bank beschädigt. Deshalb liegt es in der Verantwortung eines jeden Mitarbeiters, die Reputation der Bank zu schützen.

Wir definieren das Reputationsrisiko als die Gefahr möglicher Schäden für die Marke und den Ruf der Deutschen Bank sowie als die damit verbundenen Auswirkungen auf die Erträge, das Kapital oder die Liquidität der Bank. Reputationsrisiken können durch eine Geschäftsverbindung, Handlungen oder Unterlassungen entstehen, die von unseren Interessengruppen als unangemessen, unethisch oder im Widerspruch zu den Werten und Überzeugungen der Bank wahrgenommen werden.

Steuerung von Reputationsrisiken

Unser Reputationsrisiko-Rahmenwerk (das Rahmenwerk) regelt den Umgang der Bank mit dieser Risikoart. Es stellt einheitliche Standards zur Identifizierung, Bewertung und Steuerung bereit und dient dazu, bewusste Entscheidungen zu Vorgängen, die ein Reputationsrisiko bergen können, zu treffen und wo immer möglich, Schaden von der Bank abzuwenden (primäres Reputationsrisiko). Das Rahmenwerk ist Teil unseres Konzepts der drei Verteidigungslinien.

Reputationsrisiken können vielfältige Ursachen haben. Dazu zählen unter anderem ökologische und soziale Auswirkungen, kritische Eigenschaften eines Geschäftspartners, risikobehaftete Branchen und mögliche Probleme in Bezug auf die Art oder die wirtschaftliche Substanz eines Geschäfts oder Produkts.

Unter Anwendung bereichsspezifischer Prozesse zur Bewertung von Reputationsrisiken (Unit1 Reputational Risk Assessment Process) sind unsere Mitarbeiter in den Geschäftsbereichen für die Ersteinschätzung von Reputationsrisiken verantwortlich. Sachverhalte, die ein hohes Reputationsrisiko erkennen lassen und/oder verbindliche Eskalationskriterien erfüllen, müssen zur weiteren Prüfung an eines unserer vier regionalen Reputationsrisikokomitees (Regional Reputational Risk Committees, RRRCs) weitergeleitet werden (zweite Verteidigungslinie). Die Komitees sind Unterausschüsse unseres konzernweiten Reputationsrisikoausschusses (Group Reputational Risk Committee, GRRC). Das GRRC hat die letztendliche Verantwortung für den Umgang mit Reputationsrisiken von unserem konzernweiten Risikoausschuss, einem Unterausschuss des Vorstands, übertragen bekommen.

Im Jahr 2016 haben wir unsere globalen Richtlinien und Leitlinien zum Reputationsrisiko verbessert. Sie legen die Standards fest, nach denen Reputationsrisiken in der Deutschen Bank gesteuert werden. Darüber hinaus haben wir im Rahmen von konzernweiten Schulungen das Bewusstsein für das Rahmenwerk geschärft und ein Online-Reputationsrisikosystem implementiert, das den gesamten Prozess effizient unterstützt.

1 Der Begriff Unit umfasst bezeichnet alle Geschäfts- und Infrastruktureinheiten sowie das Regional Management auf allen Ebenen.